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Praxis Dr. Wolfgang Walz
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Karies und Zahnverletzungen sind die häufigsten Ursachen für die Entzündung des Zahnmarks (Pulpa - auch "Zahnnerv" genannt). Diese Entzündungen können akut schmerzhaft, aber auch chronisch schmerzlos verlaufen. Ist die Entzündung soweit ausgeprägt, bzw. soweit fortgeschritten, dass sie nicht mehr ausheilen kann, muss eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt werden um den Zahn somit erhalten zu können.
Die Wurzelbehandlung gliedert sich in zwei Hauptabschnitte:
- die Wurzelkanalaufbereitung und die
- Wurzelkanalfüllung

Bei der Wurzelkanalaufbereitung wird mit Instrumenten und Spülungen eine Säuberung und Erweiterung des Wurzelkanals angestrebt. Bei stärkerer bakterieller Besiedelung des Wurzelkanals sowie bei bereits vorliegender Ausbreitung der Entzündung in den Knochen um die Wurzelspitze herum, wird die Behandlung in der Regel durch medikamentöse Einlagen in den Wurzelkanal unterstützt.
Die Wurzelfüllung kann dann erst in einer zweiten oder späteren Behandlungssitzung erfolgen. Dies hängt im Einzelfall von der klinischen Situation ab. In jedem Fall ist aber die Wurzelfüllung notwendig. Dabei wird eine wanddichte Abfüllung des Wurzelkanals angestrebt. Zur Absicherung der Diagnose und zur Bestimmung der Wurzellänge als auch Kontrolle der Kanalfüllung sind mehrere Röntgenaufnahmen im Rahmen der Gesamtbehandlung notwendig.
Die manuelle Wurzelkanalaufbereitung:
Dies geschieht mittels Feilen aus gehärtetem Edelstahl, welche jedoch sehr stark bruchgefährdet sind.
Dies ist die modernste Methode der Wurzelkanalaufbereitung!
Step-down-Technik und Crown-down-pressureless-Technik mit Endometrie-Messverfahren:
Diese Techniken versprechen auch bei schwierigsten anatomischen Verhältnissen eine deutlich bessere Prognose als die standardisierten herkömmlichen Verfahren. Durch Einsatz von Nickel-Titan (NITI)- Feilen, die deutlich flexibler sind (3-4mal) können Instrumentenfrakturen vermieden werden. Ein Aufbereiten des gesamten Kanallumens bis ins gesunde Zahnbein ist besser gewährleistet.
Die Bestimmung der Wurzellänge mittels Endometrie während der gesamten Behandlung reduziert die Anzahl der erforderlichen Röntgenbilder auf ein Minimum; außerdem ist dieses Messverfahren (Impedanzenquotientenverfahren) exakter als die Röntgenmessaufnahme.
Der Erhalt eines eigenen Zahnes lohnt sich immer. Nicht nur wegen der anfallenden Folgekosten bei Verlust des Zahnes, z. B. für Implantate, Brücken oder Teilprothesen, sondern weil die Erhaltung der natürlichen Strukturen immer vorteilhafter ist.
